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CHILLI NEWS
| Mittwoch, 13.01.2010, 10:26 |
| Uniklinik gründet Kompetenzteam Händehygiene |
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INFEKTIONSGEFAHR: WER SICH DIE HÄNDE SCHMUTZIG MACHT, SOLLTE DIESE NICHT JEDERMANN ENTGEGEN STRECKEN (Bild: ddp) |
In Zeiten der Schweinegrippe ist das wohlgemeinte Händeschütteln zum verpönten Angriff auf unser Immunsystem mutiert. Auch um diese unschöne Erscheinung unseres Zeitalters zu bekämpfen hat die Freiburger Uniklinik jetzt das "Kompetenzteam Händehygiene" ins Leben gerufen.
Wissenschaftliche Untersuchungen zur Händehygiene sind das Ziel des Kompetenzteams, das mit Unterstützung des Unternehmens B. Braun am Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg gegründet wurde. In den kommenden zwei Jahren sollen hier systematische, praxisnahe Studien insbesondere zur Verträglichkeit von Händehygienepräparaten durchgeführt werden.
Die Hände des medizinischen Personals behandeln und pflegen Patienten, sind aber auch der häufigste Überträger für Krankheitserreger. Die Lösung dieses Problems ist einfach und effektiv: Die hygienische Händedesinfektion. Sie tötet wirksam und zuverlässig krankmachende Keime auf den Händen ab und ist damit ein wesentlicher Faktor für die Patientensicherheit und ein grundlegender Qualitätsmarker im
Gesundheitswesen. Dennoch werden in den Praxen und Kliniken die Hände noch nicht genügend häufig desinfiziert. Mit gefährlichen Folgen: Etwa ein Drittel der jährlich schätzungsweise 500.000 Krankenhausinfektionen in Deutschland sind auf mangelnde Händehygiene zurückzuführen.
Ein wichtiger Faktor zur Verbesserung der Händehygiene sind optimal verträgliche Präparate. „Alkoholische Händedesinfektionsmittel sind generell zwar bereits gut verträglich, allerdings gibt es hier noch erhebliches Verbesserungspotenzial. Nach der Einführung von farbstoffund parfümfreien Händedesinfektionsmitteln müssen nun weitere Optimierungen erreicht werden“, sagt Professor Dr. Markus Dettenkofer, Sektionsleiter Krankenhaushygiene und Leiter des Teams. „Es gibt bisher wenig wissenschaftlich hochwertige Studien zur Verträglichkeit von Händehygieneprodukten. Dies möchten wir ändern“, ergänzt Professor Dr. Volker Mersch-Sundermann, Ärztlicher Direktor des Instituts. Das „Kompetenzteam Händehygiene“ forscht aber nicht nur, sondern berät darüber hinaus innerhalb des Universitätsklinikums Freiburg wie auch extern zu Fragen der angewandten Händehygiene.
Um das Projekt wissenschaftlich zu begleiten wurde ein Beirat einberufen, dem Wissenschaftler aus Berlin, Basel und Wien angehören.
Mehr Inos dazu findet ihr unter www.haendehygiene-freiburg.info |
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