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CHILLI NEWS
| Mittwoch, 13.01.2010, 15:17 |
| Achtung: Falscher Gas- und Stromableser unterwegs |
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WENN DER GASMANN ZWEIMAL KLINGELT - IST WAHRSCHEINLICH EINER VON BEIDEN NICHT DER ECHTE! (Bild: ddp) |
Insgesamt viermal wurde eine ältere Frau aus einer Freiburger Umlandgemeinde in den letzten Monaten von einem noch unbekannten Gauner aufgesucht, der unter verschiedenen Vorwänden versuchte, die betagte Frau zu betrügen.
Zuletzt trat er vor wenigen Tagen als angeblicher Stromableser auf. Dabei stellte er fest, dass der Zähler feucht und die Wand nass sei. Dies sei gefährlich, es müssten sofort alle Stromzähler ausgetauscht werden, so der Betrüger, die Kosten dafür würden sich auf mehrere tausend Euro belaufen, wovon die Hälfte allerdings der lokale Stromversorger übernehmen würde. Sie, die ältere Frau, müsse also nur die andere Hälfte der Kosten übernehmen, sie solle gleich zur Bank gehen und das Geld holen, so der Unbekannte, dann könne er die neuen Zähler besorgen und umgehend austauschen.
Auch bei diesem Vorsprechen des etwa 40-jährigen Gauners fiel die alte Frau nicht auf ihn herein. Sie wies den Mann ab, als er sich telefonisch wieder meldete und nach dem Geld fragte.
Die Polizei weiß, dass seit geraumer Zeit, insbesondere im Umland immer wieder Betrüger als Gas-, Wasser- oder Stromableser oder auch als angebliche Technike eines Energieversorgers auftreten und versuchen, ältere Bürgerinnen und Bürger finanziell zu erleichern - meist mit dem Hinweis auf frei erfundene Defekte an Gas-, Wasser- oder Elektroinstallationen, welche sofort und sehr kostspielig behoben werden müssten.
So gelang es Mitte Dezember einem Gauner, einer älteren Frau im Dreisamtal über 1.000 Euro abzuknöpfen. Der angeblich Wasserableser hatte behauptet, dass um die Wasseruhr im Keller alles nass sei, und der Wasserzähler sofort ausgetauscht werden müsse. Offensichtlich hatte der Unbekannte die Wand und die Messuhr mit Wasser benetzt, um so die Betagte von der notwendigen "Reparatur" überzeugen zu können.
Der zuletzt mehrfach aufgetretene Betrüger sei etwa 40 Jahre alt. Er trug einen blauen Arbeitskittel ohne Aufschrift und hätte eine Tasche dabei gehabt. Sein Aussehen sei unauffällig.
Der ältere Mann, der im Dreisamtal unterwegs war, sei etwa 60 Jahre alt, trage eine Brille, habe einen kleinen Bart und wäre vermutlich mit einem kleineren Lieferwagen / Kombifahrzeug unterwegs gewesen. Auch dieser Mann sei insgesamt unauffällig in Aussehen und Auftreten. Eventuell handelt es sich in allen Fällen sogar um die selbe Person.
Die Polizei geht davon aus, dass Betrüger mit diesen bekannten Maschen weiterhin vorstellig werden. Die Ermittler warnen insbesondere ältere Bürgerinnen und Bürger, unbekannte Menschen ins Haus oder die Wohnung zu lassen oder diesen Geld zu geben. Energie- und Wasserversorger und deren Beauftragte, so die Polizei, kassieren nicht bar an der Haustür. Bei Reparaturen, die zuvor meist auch abgesprochen werden, folgen gegebenenfalls Rechnungen. Auch weisen sich die Mitarbeiter der Versorgungsdienste grundsätzlich immer aus. Im Zweifelsfall sollten zumindest Familienangehörige oder Nachbarn hinzugezogen werden. Besser jedoch ist, sofort die Polizei über Notruf 110 zu rufen. Die Ermittler wollen nämlich dringend wissen, wer die Betrüger sind. Tipps zum richtigen Verhalten gegenüber diesen und anderen Gaunern gibt es auch im Internet unter www.polizei-beratung.de oder bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle, Heinrich-von-Stephan-Straße 4, in Freiburg (Gebäude der Polizeidirektion Freiburg). |
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