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Samstag, 23.01.2010, 11:01
Jubelnde Schwaben im Badenova-Rund: Der SC verliert 0:1 gegen den VfB
TORSCHÜTZE CIPRIAN MARICA WIRD VON SEINEN MITSPIELERN BEJUBELT (Bild: fho)
Der SC Freiburg kann auch nicht im badisch-schwäbischen Derby seine andauernde Heimmisere mit nur fünf Punkte aus neun Heimspielen überwinden. Gegen den VfB Stuttgart musste sich die Elf von Robin Dutt am Freitagabend mit 0:1 geschlagen geben. Somit bleibt Freiburg vorerst im Tabellenkeller stecken und steht mit 18 Punkten nach wie vor am Rande der Abstiegszone auf dem ungemütlichen 15. Rang.

Der VfB bestätigte in der Breisgau-Meropole seine seit der Ankunft von Neu-Trainer Christian Gross aufsteigende Formkurve und setzte die Heimmannschaft von Beginn an unter Druck. Pogrebnyak eröffnete den Stuttgarter Torschussreigen mit einem Freistoßhammer in Minute 14, der agile Marica per Kopf (16. Minute), Niedermeier per Flachschuss (18.) und schließlich Khedira und erneut Pogrebnyak per Doppelchance (28.) ließen weitere gute Gelegenheiten folgen.

Es dauerte bis zur 30. Minute, ehe Felix Bastians - an diesem Abend einer der besten Freiburger - mit einem Schuss aus 16 Metern auch erstmals für Gefahr in der VfB-Hälfte sorgte. Allerdings musste Lehmann-Vertreter Sven Ulreich bei dem Schuss, der knapp am linken Eck vorbei strich, nicht eingreifen.

In Minute 41 musste sich die Dutt-Elf schließlich dem schwäbischen Dauerdruck beugen: Hleb legte für Pogrebnyak auf, der leitete den Ball auf Marica weiter, der in Torjägermanier vollendete - das verdiente 0:1 vor der Pause.

Nach Wiederanpfiff präsentierte sich der SC aufgeräumter: Angriffe wurden länger eingeleitet und konnten so endlich auch zum Abschluss gebracht werden. In der 63. Minute dann der Aufreger des Spiels: SC-Neuzugang Papiss Cissé, der in der Winterpause aus Metz kam, konnte den Ball im gegnerischen Strafraum gut behaupten und schlenzte ihn aus der Drehung vorbei an Ulreich ins Tor. Als der Senegalese bereits vor der Nordtribüne jubelte und von seinen Mitspielern beglückwünscht wurde, entschied der Schiedsrichter auf Abseits. Kapitän Heiko Butscher hatte offensichtlich beim Schuss in der verbotenen Zone gestanden - die Freiburger Fans machten das Badenova-Stadion hernach zum Tollhaus.

Aber der SC ließ sich von der zweifelhaften Entscheidung nicht einschüchtern und machte weiter Druck. In der 75. Minute hatte Bastians den Ausgleich auf dem Kopf, Niedermeier konnte in letzter Sekunde auf der Linie retten. Auch weitere Sturmversuche in der Folge blieben aber erfolglos.

Am Ende reichte dem VfB der Marica-Treffer zu einem etwas glücklichen aber insgesamt verdienten Auswärtssieg. Somit gelingt den Schwaben zunächst einmal der Sprung aus der Abstiegszone, mit 22 Punkten steht der VfB jetzt im gesicherten Mittelfeld auf Rang elf. Für den SC wird es nicht leichter, geht es doch am kommenden Wochenende zu Bayer 04 Leverkusen, dem Tabellenführer in spe.
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